Hundert Schritte auf dem schmalen Weg

Eine einfache Übung in Aufrichtigkeit, Disziplin und christlicher Wachsamkeit, bitte sucht euch dafür ein gewöhntes Terrain aus, um zu Beginn die Wachsamkeit auch auf die Unversehrtheit zu haben. Auch für große Kinder gedacht! <3

„Schmal ist der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.“
(Matthäus 7,14)

Manchmal sind es nicht die großen Taten, sondern die kleinsten, schlichtesten Handlungen, die uns der Wahrheit am nächsten bringen. Eine besonders einfache – und zugleich erstaunlich anspruchsvolle – Übung, um Aufrichtigkeit, innere Ordnung und christliche Wachsamkeit zu schulen, besteht darin, hundert Schritte zu gehen und jeden einzelnen bewusst mitzuzählen.

Nicht mehr. Nicht weniger. Hundert.

Die Übung: schlicht und unerbittlich ehrlich

Die Aufgabe ist denkbar einfach:
Du gehst hundert Schritte. Jeden Schritt zählst du bewusst mit. Kein Überspringen. Kein Beschleunigen. Kein „Ach, das passt schon“. Jeder Schritt ist wie eine Sprosse auf einer Leiter: gleich hoch, gleich weit, gleich wichtig.

Der entscheidende Punkt:
👉 Ohne Vorfreude auf den hundertsten Schritt.
👉 Ohne Abkürzung im Kopf.
👉 Ohne innerlich schon „fertig“ zu sein, bevor du dort bist.

Du gehst Schritt für Schritt – nicht zum Ziel hin, sondern im Schritt selbst.

Der schmale Grat im Alltag

Diese Übung ist ein starkes Bild für den christlichen Weg. Der „schmale Grad“ – oft auch als schmaler Weg übersetzt – ist kein spektakulärer Pfad. Er ist nicht breit, nicht bequem, nicht laut. Er verlangt Aufmerksamkeit, Selbstdisziplin und vor allem Aufrichtigkeit.

Schon beim Zählen der Schritte zeigt sich, wie schnell der Mensch:

  • ungeduldig wird
  • vorausdenkt, statt gegenwärtig zu sein
  • schummeln möchte („Das waren eh hundert“)
  • oder innerlich abschweift

Genau hier liegt die Lehre:
Der schmale Weg besteht nicht darin, perfekt zu sein, sondern wach zu sein.

Aufrichtigkeit beginnt im Kleinen

Wer bei hundert Schritten unehrlich wird, wird es auch bei größeren Dingen leichter tun. Nicht aus Bosheit, sondern aus Gewohnheit. Die Übung entlarvt sanft, aber klar, wie sehr wir dazu neigen, uns selbst etwas vorzumachen.

Aufrichtigkeit heißt in diesem Kontext:

  • Ich zähle wirklich mit.
  • Ich bleibe bei der Sache.
  • Ich akzeptiere jeden Schritt, auch den 73., auch den 89., auch den, der sich „zieht“.

So wird jeder Schritt zu einer stillen Entscheidung für Wahrheit.

Kein Zielrausch, kein spiritueller Ehrgeiz

Bemerkenswert ist auch, dass diese Übung keinen äußeren Nutzen hat. Niemand sieht sie. Niemand lobt sie. Es gibt kein Ergebnis, das man vorzeigen kann. Genau darin liegt ihre Reinheit.

Christlich gesprochen:
Sie ist frei von Eitelkeit.
Frei von Vorfreude auf den Lohn.
Frei von dem Drang, schneller „anzukommen“.

Der Weg selbst ist die Übung.

Eine Leiter nach oben – Schritt für Schritt

Die Vorstellung der Leiter ist zentral:
Man kann keine Sprosse überspringen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Der Aufstieg geschieht nicht im Sprung, sondern im treuen Gehen.

So ist auch der Weg zum Leben kein Sprint, sondern ein stilles, konsequentes Weitergehen – Schritt für Schritt, Tag für Tag, Entscheidung für Entscheidung.

Fazit

Hundert Schritte zu zählen ist keine spektakuläre spirituelle Technik. Aber gerade darin liegt ihre Kraft. Sie lehrt:

  • Geduld statt Hast
  • Wahrhaftigkeit statt Selbstbetrug
  • Gegenwart statt Zielverliebtheit

Vielleicht ist der schmale Weg genau das:
Nicht kompliziert – aber kompromisslos ehrlich.

Und manchmal beginnt er mit nichts weiter als dem ersten von hundert Schritten.

Die Idee kam, als ich diese Übung mit dem himmlischen Vater übte. Beim Ausformulieren hat mir dabei CHATGPT geholfen. Danke.

Möge sie euch genauso viel Spaß machen wie mir, und wir im Üben immer besser werden, um unsere Ziele besser fokussieren zu können. Viel Mut zu gut und viel Liebe zur Wiederholung. Wie ihr auch rauslesen könnt, macht das Leben mit unserem himmlischen Vater einfach auch viel Freude und Spaß!

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